Vaillant
USER-CENTERED DESIGN als GRUNDLAGE für eine NEUE DESIGNSPRACHE

Entwicklung einer Designsprache, die die Bedürfnisse von Nutzern und Business-Stakeholdern gleichermaßen bedient.

A user-centered approach to developing a new design language for Vaillant

Die Ziele und Bedürfnisse verschiedener Stakeholder innerhalb eines Unternehmens und den einzelnen Nutzergruppen unterscheiden sich häufig deutlich voneinander. Die Herausforderung besteht darin, diese Ansprüche zu erfassen und zu verstehen, um sie in einer harmonischen Produktfamilie zu bündeln. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir gemeinsam mit Vaillant umfangreiche internationale Nachforschungen durchgeführt.

Die Vaillant Gruppe ist einer der weltweiten Markt- und Technologieführer in den Bereichen Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik und bündelt eine Vielzahl an Topmarken im europäischen und chinesischen Raum. Jedoch bedeutet die Komplexität des Produktportfolios für das Unternehmen eine große Herausforderung, die uns zu Projektbeginn deutlich aufgezeigt wurde: Um die Handhabung der Produkte zu vereinfachen, sollten eine wiedererkennbare Markenfamilie sowie ein systematisches, globales Produktdesign entwickelt werden. Außerdem sollten die Produktionskosten durch Skaleneffekte verringert werden.

„Gemeinsam mit Noto haben wir eine unwiderstehliche Designsprache für die Marken innerhalb der Vaillant Gruppe geschaffen. Das Ergebnis ist eine markenspezifische Vision für alle Produktkategorien. Zudem haben wir die Zustimmung unserer Kunden erhöht, während wir die Produktionskosten optimiert haben. Das zeigt, dass Design viel mehr sein kann als eine rein ästhetische Lösung“.

Dr. Andree Groos, Managing Director of the Vaillant Group

Unterschiedliche Bedürfnisse erkennen und verstehen

Um uns der Lösung dieses umfassenden Designprojekts zu nähern, haben wir zunächst umfangreiche Nachforschungen betrieben und zahlreiche Interviews durchgeführt. Der erste Schritt unserer Nachforschungen bestand darin, die Marktbedürfnisse hinsichtlich der Nutzerfreundlichkeit und dem äußeren Erscheinungsbild zu erkennen und zu definieren. Die unterschiedlichen und teilweise sogar gegensätzlichen Ansprüche von Endverbrauchern, Installateuren und den Stakeholdern der Vaillant Gruppe zu verstehen, war ein zentraler Meilenstein des Prozesses. Wir stellten fest, dass für Nutzer in erster Linie die Alltagstauglichkeit und die unkomplizierte Handhabung zählt. Installateure wünschen sich Geräte, die sich schnell und einfach in Betrieb nehmen lassen und für die Vaillant Gruppe stand die Reduzierung von Herstellungskosten an erster Stelle.

Von ersten Nachforschungen zu konkreten Designanforderungen

Im Zuge unserer Untersuchungen führten wir eine Reihe an Workshops und Interviews durch. Außerdem analysierten wir die Denk-, Lebens- und Arbeitsweisen von rund 70 internen und externem Stakeholder in vier Ländern und beobachteten, wie die Produkte sich in ihr Leben einfügten. Darüber hinaus konnten wir die Resultate einiger Studien nutzen, die bereits innerhalb der Vaillant Gruppe beauftragt oder durchgeführt wurden. Sie dienten als Validierungsgrundlage unserer eigenen Erkenntnisse. Insgesamt konnten wir so rund 1700 Schlüsselergebnisse ableiten, die wir in 23 konkrete Designanforderung transferierten. Eine beachtliche Anzahl an Erkenntnissen, die uns als Rahmen für das neue Produktdesign der Vaillant Gruppe diente.

„Das Team von Noto war stets in der Lage, die verschiedenen Bedürfnisse von Installateuren, Verbrauchern und internen Stakeholdern zu erfassen, um in Zusammenarbeit mit dem internen Designteam von Vaillant ein großartiges Ergebnis zu erzielen. Noch beeindruckender ist jedoch, dass die Strategie in klaren Design-Guidelines festgelegt und bereits bei einer Reihe an Produkten angewendet wurde.“

Tim Richter, Head of Design, Vaillant Group

Eine übergreifende Designstrategie entwickeln

Im weiteren Verlauf des Designprozesses haben wir uns auf die beiden Marken Vaillant und Saunier Duval konzentriert und versucht, eine systematische Lösung zu entwickeln, die alle 23 vorab definierten Kriterien erfüllte. Zunächst schufen wir starke Alleinstellungsmerkmale, die die Wertigkeit der Produkte symbolisieren. Anschließend führten wir eine klare Trennung der beiden Marken innerhalb der Gruppe herbei, indem wir überall dort, wo es nötig war, markenspezifische Elemente schufen. Wo immer es möglich war, griffen wir auf kosteneffiziente Systemansätze zurück. Wir entwickelten zunächst eine Reihe an Lösungen und evaluierten diese dann bezüglich ihrer Kompatibilität mit anderen Anforderungen. Die Identifizierung der Designlösungen, die alle Elemente des Produkts bestmöglich unterstützten, war der komplizierteste Teil unserer Arbeit. Jedoch zahlte sich dieser Aufwand aus: Das Ergebnis ist eine starke Vernetzung einzelner Lösungen zu einem einheitlichen Produktportfolio.

A user-centered approach to developing a new design language for Vaillant
A user-centered approach to developing a new design language for Vaillant

Akzeptanz verbessern und Kosten senken

Unsere Designlösung wurde von einem unabhängigen Marktforschungsunternehmen mit den alten Produktdesigns der Vaillant Gruppe und den Lösungen von Wettbewerbern verglichen. Unsere Lösung erzielte bei den Verbrauchern und Installateuren eine höhere Zustimmungsrate als alle anderen Produkte im Test. Überdies haben wir es geschafft, das Produktportfolio der Marken Vaillant und Saunier Duval zu vereinen und ihnen jeweils eine Unverkennbarkeit und Eindeutigkeit verliehen. Gleichzeitig haben wir die Komplexität der Produkte verringert und mehr Teile entwickelt, die innerhalb verschiedener Produktkategorien und Marken eingesetzt werden können. Zentrale Ergebnisse unserer Arbeit waren zudem die signifikante Reduzierung von Herstellungskosten sichtbarer Teile, die Steigerung der Profitabilität sowie eine gesteigerte Zufriedenheit bei Nutzern und Installateuren.

A user-centered approach to developing a new design language for Vaillant

WEITERFÜHRENDE Informationen:

Werft einen Blick auf unsere Partnerschaft mit der Vaillant Group.

Lest mehr über die Produktfreigabe auf der ISH 2017.